Ein Wappen für Isingerode

Da Beuchte und Wehre sich inzwischen ein Ortswappen angeschafft hatten, wollte auch Isingerode natürlich nicht nachstehen und so verhandelten Kurt Fricke und Eberhard Lüttgau 1999 mit dem in Fachkreisen hoch anerkannten Heraldiker Dr. Arnold Rabbow, der schon über 100 Ortswappen entworfen hat. Dieser war bereit, ein Wappen für Isingerode zu entwerfen

So konnte er am 18. Oktober 1999 auf einer Dorfversammlung seine Entwürfe vorlegen. Zunächst machte Dr. Rabbow grundsätzliche Ausführungen über Wappen. Ein Ortswappen habe eine soziale Funktion nach inne und nach aussen Es mache die Persönlichkeit des Ortes nach aussen hin deutlich und soll ein Bindeglied zwischen den Einwohnern des Ortes sein und deren Integration fördern. Bereits seit dem 12. Jahrhundert gäbe es Wappen und Anforderungen an die Genehmigung haben sich bis heute kaum geändert. Das Wappen muss gut erkennbar sein, muss neu und unverwechselbar und vor allem einfach sein.

Auf der Suche nach Anknüpfungspunkten für das Wappen von Isingerode haber er zunächst festgestell, dass Isingerode anders als umliegende Dörfer, früher nich braunschweigisch gewesen sei, sondern habe in landesgeschtlicher Hinsicht zum Fürstentum Halberstadt gehört, das einen weiss-rot gespaltenes Schild im Wappen führt. Daneben seien im Mittelater auch die Grafen von Schladen einflussreich gewesen, deren Wappenfarben ebenfalls weiß-rot waren. So seien di vorgelegten Entwürfe auch alle ind den Farben weiß-rot gehalten.

Mit großer Mehrheit wurde sich schließlich von der Bürgerversammlung für ein Ortswappen entschieden, das einen roten Schild, ein halbes weißes Wassermühlenrad über einem aus dem Schildfuß wachsenden, ebenfalls weißen Rodestutzen zeigt. Dieser gibt die zweite Hälfte des Ortsnamens sinnbildlich wieder, denn Isingerode war durch Rodung entstanden. Das Wappen ehrt somit die ältesten Siedler, die den Wald roden mussten, um Ackerbau betreiben zu können. Das Mühlenrad steht für die 2 Wassermühlen in Isingerode. Die weiß-roten Farben nehmen Bezug auf die Besonderheit von Isingerode als Grenzort und die Zugehörigkeit zum ehemaligen Fürstentum Halberstadt.

Dr. Rabbow meinte zum Schluß: „Sie haben eine gute Wahl getroffen und heute den 18. Oktober 1999 zu einem historischen Datum für Isingerode gemacht.

Quelle: „Chronik der Gemeinde Isingerode“ von Eberhard Lüttgau